Modern Warfare 2:

Ein untypisches Spiel, zumindest für meinen Geschmack. Eigentlich spiele ich keine Egoshooter, oder zumindest nur sehr wenige. Mass Effect war da schon das höchste der Gefühle bislang.
Aber Modern Warfare 2 hatte in meinem Umfeld einen solchen Hype erlebt, dass es sich nicht an mir vorbeischleichen konnte. Darüberhinaus habe ich den ersten Teil damals (als alles noch besser war ^^) schon gespielt und das war kurzweilig, actionreich, interessant und einfach gute Unterhaltung. Aber über den ersten Teil möchte ich mich nicht auslassen, denn davon habe ich eh schon fast alles vergessen.

Zum Spiel selbst: Das Prinzip ist schnell erklärt, es ist ein Egoshooter im Setting von moderner Kriegskunst - ziemlich gut übersetzt, nicht? Man ballert sich mit allem möglichen an High-Tech Gerät durch die Prärie. Allerdings sind die Gerätschaften und Gegenden realitätsbezogen, also keine Uber-Anzüge wie in Crysis. Was den Multiplayerteil belangt hat es sich damit auch schon. Ballerei in militärischer Edel-Optik.
Das ist allerdings nicht der Teil, der mich interessiert, denn meine Zeiten der Multiplayer-Shooter sind seit vielen Jahren vorbei. Mein kleiner Bericht konzentriert sich einzig auf die Singleplayer Kampagne.

Diese ist durchweg interessant und wie der erste Teil kurzweilig gestaltet. Man kann es zwar auch hier auf stumpfes Geballere in Edel-Optik herunterbrechen, weil man der Story in keinster Weise Aufmerksamkeit schenken muss, aber es gibt sie halt doch.
Erzählt wird sie großteils in den "Ladebildschirmen", die gleichzeitig Mission Briefings sowie Hintergrundgeschichte sind, alles verpackt in netten kleinen Videos, was die sonst verhältnismäßig langen Ladezeiten sehr erträglich macht.

Die Story selbst ist dabei ein typisch amerikanisches Kriegsszenario. Diesmal sind (mal wieder?) die Terroristen im für uns nahen Osten dran. Die Geschichte selbst erzählt von einem Terroranschlag, der die großen Kriegsmächte in einen erneuten Weltkrieg stürzen soll, was man selbst natürlich zu verhindern versucht und dabei von einer Falle in die nächste tapsen zu scheint. Allerdings ist die Erzählweise das, was ich beim Spielem an interessantesten fand.
Man spielt in Modern Warfare 2 keinen einzelnen Charakter, sondern schlüpft in jeder Mission in eine andere Person, Situation, Zeit und Perspektive. Daraus ergibt sich nach und nach ein Gesamtgefüge, das eine durchgehende Story erzählt.
Da man aber immer nur Stückweise Puzzleteile aus allen Ecken der Geschichte bekommt, hat man des öfteren einen "Klick"- Effekt, bei dem man versteht was man in der Mission davor eigentlich gemacht hat.

Was das Gameplay dabei angeht, so ist es ein klassisches Konsolenballerspiel. Automatische Speicherpunkte paaren sich in gewohnter Weise - wie in so vielen Spielen des Konsolen-Genres - an eine nicht vorhandene Lebensenergie die nur durch Grafikeffekte verdeutlicht wird uns ich rasch wieder füllt. Munition wird an Checkpoints regelmäßig nachgefüllt und so weiter. Es spielt sich einfach unbeschwert ohne dass man sich mit großen Berechnungen oder Interface-Anzeigen herumquälen muss. Das ist auch gut so, denn jetzt kommt der wichtigste Teil: Die Grafik.

Es ist wirklich Edel-Optik. Zwar durchweg militärischer Stil, egal wo man sich befindet, aber es steht in Crysis in nichts nach. Viel besser können das ein paar Screenshots zeigen.









Fazit ist: Spannende und geballte Action in hervorragender Grafik. Wie der Vorgänger ist man nach 5 bis 10 Stunden Spiel auch schon wieder durch, langweilt sich dabei aber keine Minute. Wenn man drauf steht, ein Muss seines Genres :-)

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